Treffen Pescher – Umsiedlungsbeauftragte am 23.02.2010

 

Obwohl nur zwei Pescher Bürger der Einladung gefolgt waren, konnten Sie dennoch Frau Kranz einen recht guten Überblick über die momentane  Situation in Pesch vermitteln:

Frau Kranz versprach, sich der Punkte kurzfristig anzunehmen. Am 27.02.2010 gab Frau Kranz eine erste Rückmeldung über ihre Aktionen. Die  regelmäßige Reinigung der Straßen bzw. die kurzfristige Bekämpfung der Ratten seien von RWE Power zugesagt worden. Zukünftig werde sie zu den Begehungen in Pesch mit eingeladen.

 

 

Arbeitssitzung am 09.03.2010

 

Teilnehmer:

Kreispolizeibehörde:          Polizeioberrat Jörg Malejka

Polizeibezirk Erkelenz-Ost: Polizeihauptkommissar Arno Sieberichs 

 

1. Sicherheit

 

Herr Malejka präsentierte die in 2009 angezeigten Straftaten in Immerath (alt), Lützerath und Pesch. Gemessen an der sog. Kriminalhäufigkeitszahl liegen wir deutlich unter den Kennzahlen von Erkelenz, dem Kreis und dem Landesdurchschnitt. Man unterscheide zwischen dem Bezirksdienst (ein  Polizist pro 10.000 Einwohner) und dem Streifendienst (zwei Polizisten im Streifenwagen). Für die Altorte ist der Bezirksdienst in Holzweiler angesiedelt und wird durch den Polizeibeamten Willi Hermanns ausgeübt, der allerdings zur Zeit erkrankt sei. Sein aktueller Vertreter ist Herr Bernd Wiefels. Da der Bezirksdienst in der Regel im Revier unterwegs sei, sei er im Notfall am besten über 110 erreichbar oder unter 02431/9903253.

 

Es wurde zum Stand der mit dem Landesministerium vereinbarten Aktionen Stellung genommen. So seien inzwischen die Formalien für das Hundestaffeltraining auf RWE Power-Anwesen in Pesch erledigt. Die Hundeführer werden die Übungen in Dienstkleidung durchführen, man fahre aber mit zivilen Fahrzeugen vor. Bei den Hunden handele es sich um Schutz- und Rauschgifthunde, sog. Allround-Hunde. Die Übungseinheiten könnten ggf. später auf Leerobjekte in Immerath (alt) ausgedehnt werden. Herr Kolbe merkte an, dass er selber vor Kurzem die Präsenz einer Zivilstreife in Pesch wahrgenommen habe, die einen Mofafahrer angehalten hätten. Der Sicherheitsdienst von RWE Power sei inzwischen bis zu 400 Stunden pro Monat in den Umsiedlungsorten präsent. Im Durchschnitt fahre man alle drei Stunden zu unterschiedlichsten Zeiten durch Pesch.

 

Herr Malejka wies auf die Möglichkeit einer techn. Beratung durch das Kommissariat Vorbeugung hin. In der Dienststelle könne man sich über präventive Verhaltensregeln informieren lassen oder auch am Objekt selber. Dieses Kommissariat sei am besten unter 02452/920-0 erreichbar. (Einige Tage später stand zufälligerweise in der Zeitung: 02452/9205555.) Es wurde vereinbart, einen entsprechenden Aushang im Bürgerbüro zu machen und auch Info-Faltblätter dort zu hinterlegen. Auch solle die Sicherheit zum Themenschwerpunkt des nächsten Seniorennachmittags gemacht werden. Die Polizei sei im Januar 19 Einsätze in den Umsiedlungsorten gefahren, davon 4 zu rein präventiven Zwecken. 78 Stunden sei man gezielt präsent gewesen. Im Februar verzeichnete man 15 Einsätze, davon 9 mit gezielter Präsenz. Die Stundenzahl habe 92 betragen.

 

Leider sei eine Umschaltung des Notrufes aus dem 02164er-Gebiet (Erkelenzer Stadtteile) auf das Notrufsystem des Kreises Heinsberg kurzfristig nicht möglich. Dafür müsse es eine Abstimmung zwischen Bund und Ländern geben. Stefan Pütz verwies auf § 4 des Telekommunikationsgesetzes, wo eine Notrufverordnung hinterlegt sei.

 

Des weiteren wurde die Verkehrssituation in Immerath (neu) erörtert. Herr Malejka wolle das Argument des nicht-öffentlichen Raums überprüfen, was ggf. Gefahren-abwehrende Verkehrskontrollen ermögliche. Dafür spiele auch die straßenverkehrsrechtliche Anordnung eine Rolle. Er werde dazu u.a. mit dem Ordnungsamt der Stadt Erkelenz in Kontakt treten. Herr Kolbe schlug die Installation eines sog. Hüpflichtes, das die jeweils gefahrene Geschwindigkeit anzeige, vor.

 

2. Dorfchronik

 

Herr Dr. Peter Staatz stellte seine Person vor. Er sei 46 Jahre alt und habe zu Denkmalschutz und regionale Unternehmensgeschichte promoviert. Er habe bereits die Dorfchroniken für Otzenrath/Spenrath, Holz und Inden/Pier erarbeitet.

Er unterbreitete folgenden Vorschlag zur chronologischen Vorgehensweise, die auch in Abhängigkeit vom vorhandenen Material zu sehen sei. Dazwischen werde es immer wieder Sonderblöcke gegen wie z. B. zum Klosterleben in Immerath, zur Geschichte der Immerather Mühle, zum Neubau der Pfarrkirche St. Lambertus oder zur Entwicklung des Krankenhauses.

Die Einbringung von Mitbewohnern in Form von Zeitzeugengesprächen zu Brauchtum damals und heute sei mehr als wünschenswert, wobei eine Abdeckung der folgenden Zeiträume (noch) denkbar seien: die Weimarer Republik, das Dritte Reich, Entwicklung der Bundesrepublik ab 1945.

 

Die Vereinsvorsitzenden sollen eingeladen werden. Für die einzelnen Beiträge sei eine Korrekturvorlage garantiert. Die Dorfchronik umfasse ebenfalls eine Fotoserie zu gestern und heute. Der Anhang enthalte Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung und zu Wahlergebnissen, eine Zeittafel sowie ein Literatur- und Quellenverzeichnis. Alte Unterlagen wie Fotos, Dokumente, Zeugnisse oder Tagebücher könnten bei der Stadt Erkelenz archiviert werden. Ein entsprechender Aufruf soll anlässlich des nächsten Seniorennachmittags erfolgen. Die örtlichen Baudenkmäler würden ebenso erfasst und würden möglicherweise in den Schriften des Heimatvereins publiziert. Als Quellen mögen eine Auswertung des Pfarrarchivs, des Stadtarchives und der Denkmalpflege dienen. Hans-Walter Corsten regte an, der Dorfchronik eine CD beizulegen, die z. B. das Geläut der Immerather Glocken festhalten solle.

 

Die Arbeit von Herrn Dr. Staatz beginne Anfang 2011. 12 bis 14 Monate seien nur für die Recherche angesetzt, 2 bis 3 Monate für die Erstellung des Rohmanuskripts. Ein Gegenlesen durch Leute aus den Orten sei ausdrücklich erwünscht.

 

3. Lampen im Luna-Park

 

Auf die Anfrage einer Neu-Immerather Bürgerin kam folgende Antwort von Herrn Lurweg:

„… eine Wegbeleuchtung des Luna Parkes ist nicht vorgesehen. Wir haben diesen Punkt auch schon häufig an anderen Stellen im Stadtgebiet diskutiert (es gibt in Erkelenz mannigfaltige Parkanlagen) mit dem Ergebnis, dass das schlichtweg nicht finanzierbar ist. Ich bitte daher um Verständnis, dass hier keine Möglichkeit besteht. …“