P R O T O K O L L  Vorstellung Infrastruktur
durch die Stadt Erkelenz am 5. März 2008


Teilnehmer Stadt Erkelenz:
Bürgermeister Jansen, Dr. Gotzen, Herr Lurweg, Herr Orth und
zum Thema "Friedhof und Freiflächen" die Herren Banritzer und Nigl (Grünflächenamt)
sowie Landschaftsplaner Scheller mit Tochter

Die Stadt hatte zu diesem Termin einzuladen, um vorzustellen:

- Zeitplan Wiedererrichtung der dörflichen Infrastruktur
- Gestaltung von Friedhof und Freiräumen
- Bestand und Neuplanung städtische Hochbauten

Im Juni soll der Rat einen Grundsatzbeschluss zur Wiedererrichtung der städtischen Infrastruktur fassen. Grundlage für diesen Beschluss und damit für die Ausschreibung für Architekten sind die Quadratmeterzahl und die Funktionalitäten der einzelnen Baumaßnahmen. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolge dann jeweils ein Baubeschluss, der die Detailplanung beinhalte.

Die einzelnen Maßnahmen wurden wie folgt erläutert:

 

1. Gestaltung Freiräume (Landschaftsplaner Scheller)

Friedhof

-  Orientiert sich in der Gestaltung am heutigen Friedhof.
-  Entgegen der ursprünglichen Planung wird der Friedhof komplett von einer Mauer umgegeben werden.
-  Das heutige Gedenkkreuz wird umgesetzt; ein Holzprovisorium sei für die Weihung des Friedhofs vorgesehen
-  Wassergebundene Wegführung; in Teilbereichen mit Stahlkanten eingefasst. An Bänken erfolge eine Pflasterung.
-  Die Kriegsgräberstätte wird parallel zur geplanten Aussegnungshalle im westlichen Bereich des Friedhofs angelegt.
-  Die Bepflanzung erfolgt von außen nach innen mit kleinkronigen Linden, die durch einen immergrünen Bewuchs abgeschirmt werden.
-  An exponierten Stellen werden japanische Kirschen angepflanzt.
-  Schutzplatten gegen eine zu starke Verwurzelung.
-  Mit den Erdarbeiten soll bereits im Sommer 2008 begonnen werden; die Pflanzung der Großbäume erfolge 2008/2009.
-  Für den Eingangsbereich sei eine besondere Pfeilerkonstruktion vorgesehen (Portale).
-  Offen ist noch, ob die alten schmiedeeisernen Tore mitgenommen werden.
-  Es werde 2 Parkplatzflächen mit Schotterrasen geben.
-  Eine ganzjährige Nutzung der Wasseranlagen werde möglich sein.

Die Stadt bestätigte, dass
-  für die Errichtung des Friedhofs bereits Mittel im Haushaltsplan 2008 vorgesehen seien
-  die gehobene Ausstattung des neuen Friedhofs nicht zu einer Verteuerung der Gebührensätze führen werden
-  RWE bestehende Nutzungsrechte am alten Friedhof auf den neuen Friedhof übertrage
-  über die bestehenden Gräber hinaus gefundene Gebeine anonym bestattet würden

Im Zuge der Diskussion warnten zwei Bürgerbeiratsmitglieder vor der Verschmutzung der Gräber durch die Linden. Herr Nigl bekräftigte, dass die kleinkronige Linde bei weitem nicht so ausladend sei wie eine normale Linde und auch deutlich weniger "Dreck" mache. Herr Scheller merkte an, dass auf einen Friedhof auch heimische Laubbäume gehörten. Zudem wurde aus dem Bürgerbeirat das Argument vorgebracht, dass jeder Baum, der im öffentlich Raum gepflanzt würde, einen Ausgleich für verloren gehenden privates Grün darstelle.

Im Großen und Ganzen wurde die aufwendige und durchdachte Gestaltungsplanung gelobt und mit 9:2 Bürgerbeiratsstimmen als Grundlage für den weiteren Fortlauf abgesegnet.

Wegekreuze

Hier stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt diese an den neuen Standort übertragen werden sollen.

Luna-Park

-  Der heutige Park hat eine Fläche von ca. 3.000 qm; der neue Park wird eine Fläche von ca. 14.000 qm aufweisen.
-  Neben Laubbäumen werde es frei wachsende Gehölzflächen und Hecken geben.
- Es wird weitestgehend Kieswege geben; lediglich im Bereich des Haupteingangs (Ortsmitte/zukünftiger Standort Kaisersaal) soll ein befestigter Weg angelegt werden.
-  Der Park wird an mehreren Stellen von den angrenzenden Wohnbereichen aus zugänglich sein. Hier sind jeweils Eingangstörchen vorgesehen.
-  Auch gibt es eine Verbindung zum Rundweg, der noch mit einer Deckschicht (ca. 8 cm dick) versehen wird.
-  Spielecken und eventuell auch eine Boccia-Bahn sind vorgesehen.
-  Der Zeitpunkt der Anlage des Parks hänge auch von der Gestaltung der angrenzenden öffentlichen und privaten Bauten ab.
-  Während der Bauphase kann ein Nutzung als wilde Müllkippe nicht ausgeschlossen werden.

 

2. Öffentliche Bauten (Vertreter Stadt Erkelenz)

Sportplatz

- Die Anlage bestehe aus einem befestigten Parkplatzbereich, einem Bolzplatz mit Rasen und Sportplatz auf Basis Asche.
- Der Aschensportplatz sei als Ergänzung zum bestehenden Rasenplatz in Kückhoven zu sehen, um einen ganzjährigen Allwetterbetrieb sicherzustellen.

Diese Planungen führten zu einer Diskussion darüber, dass Immerath durch den Kückhovener Fußballverein übervorteilt werden könne. Die Kückhovener müssten darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass sie auch auf den Aschenplatz ausweichen müssen.

Bürgermeister Jansen führte aus, dass die Stadt die Hoheit über die Plätze und damit auch über deren Belegung habe. Daher werde im Baubeschluss über den Sportplatz protokollarisch festgehalten, dass ein Belegungsplan zu erstellen sei.

Im übrigen müsse man der demographischen Entwicklung Rechnung tragen, die früher oder später aufgrund von mangelndem Nachwuchs ein Zusammengehen von Vereinen unabdingbar mache.

Kaisersaal

Die Planung habe sich nach der Versammlungsstätten-Verordnung zu richten, die es erforderlich mache, sog. Funktionsflächen auszuweisen.

Aus dem Bürgerbeirat wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Vereine auch Räumlichkeiten in der Schule als Lagerraum nutzen. Die Flächen müssten in die Planung mit einfließen.

Im Zusammenhang mit der Energieversorgung der öffentlichen Gebäude wurde seitens der Stadt betont, dass für jeden städtischen Neubau vorab eine energiewirtschaftliche Prüfung erfolge.

Kindergarten

Hier gebe es gesetzliche Vorgaben durch den Landschaftsverband. So sei eine Planung als integrativer Kindergarten mit 3 Gruppen vorgesehen. Es könne hier zwischen heutigem Kindergarten und Neubau kein direkter Vergleich gezogen werden, da gesetzlich ein Raumprogramm vorgeschrieben sei. Der heute auf dem Gelände befindliche Bauwagen für die Kinder kann mit an den neuen Standort genommen werden.

Feuerwehr

Es ist eine Errichtung der Fahrzeughalle und der Umkleide in Leichtbauweise und in unmittelbarer Nähe zum Kaisersaal geplant. Zwischen beiden Einrichtungen gebe es einen Durchgang zwecks Nutzung der Sanitärräume. Es müsse dann auch klare Zufahrtsregelungen in diesem Bereich geben. Allerdings sei die Durchführung dieses Projektes abhängig von der Mannschaftsstärke, die mind. 10-12 Mann betragen müsse.  Es wurde angeregt, ggf. eine Zusammenlegung der Feuerwehren von Immerath und Kückhoven zu prüfen, um dann in Immerath (neu) einen aufwendigeren Gemeinschaftsbau zu errichten. Der Bürgermeister betonte, dass ein solches Ansinnen aus den Gruppen selber heraus kommen müsse.

Turnhalle und Sportumkleide

Neue Flächen sind nach DIN-Normen zu errichten


Der Bürgermeister betonte abschließend, dass sich alle Planungen am aktuellen Standard der Stadt Erkelenz orientieren und auf eine Wiedererlangung der alten Ortsstärke ausgerichtet seien.

3. Weiteres Vorgehen

- Die Stadt bittet um Prüfung der vorgesehenen Flächen und Funktionalitäten sowie Anregungen und Ergänzungen bis spätestens 30.04.2008.
-  Zu diesem Zweck wird der Bürgerbeirat Vertreter der betroffenen Vereine, der Feuerwehr und der Pfarrgemeinde an einen Tisch bitten.
-  Der Einladung werden bereits entsprechende Planungsunterlagen beigelegt sein.

4. Sonstiges

Mit dem Busfahrplanwechsel zum Herbst 2008 wird der Standort Immerath (neu) angefahren. An der Buslinie wird sich nichts ändern. In diesem Zusammenhang wird noch einmal geprüft, ob der Bus dann nicht auch an der Katzemer Straße, Höhe Pescher Kamp, halten kann.

Für den neuen Standort wird schnellstmöglich um eine Verkehrsregelung gebeten, da die Hauptdurchgangsstraße zu einer Rennstrecke geworden sei.

Die Bereitstellung einer gelben Tonne muss bei der Firma SULO in Auftrag gegeben werden und dauert bis zu 6 Wochen. Graue, blaue und braune Tonnen werden bei der Stadt Erkelenz bestellt.

Gisela Berger
08.03.08



Anlage: Ablaufplan, Flächen- und Funktionalitätsausweisung Infrastruktur

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