Infoveranstaltung für Vermieter am 14.03.2006


Die Veranstaltung fand für die Vermieter von Borschemich und Immerath/Lützerath/Pesch gemeinsam statt und war sehr gut besucht.

Laut Fragebogenaktion vom Frühjahr 2005 gab es insgesamt 40 Rückläufer von Immerather Vermietern. 34 wollen am neuen Ort wieder Mietwohnraum schaffen. Dem gegenüber stehen 72 Mieter, die mit an den Umsiedlungsstandort gehen sollen.

Die Einzelheiten des Mieterhandlungskonzept wurden von RWE Power vorgestellt.

In einer Mieterbörse sollen Mieter, für die kein Ersatz geschaffen wird, mit anderen Vermietern mit zusammengebracht werden.

Im anschließenden Fragenteil ging es in erster Linie darum, inwieweit RWE Power berechtigt sei, den Vermietern ggf. unliebsame Mieter zwangsweise zu vermitteln. Durch die Förderung der Schaffung von Mietwohnraum (im Wesentlichen über den Ausgleich der Differenz zwischen Verkehrs- und Sachwert) behält sich RWE Power vor, zunächst die ortsansässigen Mieter unterzubringen.

Es ist allerdings den Vermietern überlassen, auf die Förderung zu verzichten, um in der Wahl der Mieter frei zu sein. Die Förderung entfällt, wenn Mietwohnraum über den Bedarf hinaus geschaffen wird.

Mieter in RWE Power-Häusern, die ansonsten in keinem Verhältnis zum Bergbautreibenden stehen, gelten als "berechtigt" im Sinne der Leistungen aus dem Erkelenz-Vertrag und haben somit Anspruch auf Ersatzmietraum.

In das Dorfleben integrierte RWE Power-Mitarbeiter in RWE Power-Häusern würden zu Beginn der Umsiedlung informiert und gefragt, inwieweit sie mit an den neuen Standort gehen wollen.

Für die Schaffung von altengerechtem Mietwohnraum können Fördermittel beantragt werden. Möchte ein Vermieter am neuen Standort den Mietwohnraum in Eigentumswohnungen umwandeln, dann sind steuerliche Aspekte zu berücksichtigen.